„Die beste Medizin für den Menschen ist der Mensch."
Paracelsus

Kunsttherapien

Bei den Kunsttherapien geht es vor allem um das Malen und Plastizieren.


Therapeutisches Malen und Zeichnen sowie Plastizieren bedeuten eine intensive Auseinandersetzung mit sich selbst auf der Suche nach dem inneren Gleichgewicht. Zugleich bietet es die Möglichkeit, durch das seelische Erleben der Materialien, Formen und Farben die funktionellen Abläufe im Organismus zu beeinflussen.

In der Maltherapie werden Pinsel und Farbe, Kreide, Stifte und Papier verwendet. Bei der Gestaltung von Form und Farbe, Hell und Dunkel, Flächen und Linien mit Pastell oder Vollton, zartem oder kräftigem Strich treten sowohl Erinnerungen aus der Vergangenheit zutage, aber ebenso Wünsche für die Zukunft oder ein Bewusstsein für die Gegenwart. Sie spiegeln sich in dem neu entstandenen Bild auf vielfältige Art und Weise. Auf diese Weise wird ein Prozess der Selbserkenntnis angeregt, kommen Verhaltensweisen und Lebensmuster ans Licht, Hemmungen und Blockaden, die bisher verorgen waren und ggf. Bezug zu einer Krankheit haben. In der Kontinuität des Zeichnens und Malens lassen sich eingefahrene Strukturen lösen und verwandeln und sogar Traumata bewältigen (auch bei Kindern).

Beim plastischen Gestalten können Sie in der Auseinandersetzung mit dem Material - Ton, Wachs, Holz, Stein - innere Gefühle, Gedanken und Kräfte erkennen und in äußere Form und Gestalt übersetzen.

Bei beiden Therapieformen geht es nicht darum, ein hübsches oder dekoratives Ergebnis zu erzielen, sondern das Formen des Materials, das Ringen um die Form, die Auseinandersetzung mit der Farbe, lassen neue Bilder und Kräfte entstehen. Sie tragen dazu bei, eine Krankheit zu überwinden, die eigenen Gesundheitsquellen zu erkennen und neuen Lebensmut zu schöpfen.